Richtig degustieren

Anfangs...

Wein soll nicht nur in der richtigen Temperatur sondern auch im richtigen Glas getrunken werden.
Wichtig ist die Grösse und Form des Weinglases. Sekt gehört in ein hohes enges Glas, damit der Wein schön perlen kann. Für den Weisswein empfiehlt sich ein enges Glas in Tulpenform, welches die Bukettstoffe im oberen Teil der Verengung konzentriert. Es soll nur soviel Wein eingeschenkt werden, damit er beim Trinken kühl bleibt. Für ein Weissweinglas sind 250 ml ausreichend. Rotwein braucht ein breites offenes Glas mit einem Inhalt von min. 300 ml. Diese Form erlaubt dem Wein im Glas Sauerstoff aufzunehmen und sich sensorisch zu öffnen. Dies ist vorallem für ältere Weine von Bedeutung. Das Weinglas wird nur bis zu einem Drittel gefüllt, damit  man es schwenken kann und somit die Aromastoffe befreit werden.
Wein muss in der richtigen Temperatur getrunken werden. Für Weisswein sind niedrigere Temperaturen von 8 bis 12 Grad C. empfehlenswert; für Rotwein 16 bis 18 Grad C. Zum Degustieren soll man Brot essen um den Geschmack zwischen den Weinen zu neutralisieren.

... dann prüft man die Farbe...

Charakteristisch für junge Weissweine ist eine leichte, hellere, grüngelbe Farbe. Mit dem Älterwerden kann der Wein auch strohfarbene Töne aufweisen.  Der Rotwein wird generell mit dem Alter dunkler.
Unterschiede in der Farbintensität sind sortentypisch. Zum Beispiel ist ein Pinot noir weniger intensiv in der Farbe wie ein St. Laurent, welcher rubinrot bis dunkelviolett sein kann.

...darauf folgt die Einschätzung des Weinbuketts...

Das Weinbukett erkennt man gleich nach dem Einschenken im Glas. Probieren Sie dabei die einzelnen Duftnoten zu benennen. Je nach Sorte und Alter können verschiedene Düfte von Früchten, Blüten, Blumen, Kräutern, Gewürzen, Honig und anderen angenehmen Aromen gefunden werden.  Qualitätsweine sind reintönig, d.h. frei von fremden störenden Aromen.

...zum Schluss der Geschmack und der Gesamteindruck

Der Weingeschmack wird schon im Duft angedeutet. Nehmen Sie nur einen kleinen Schluck und lassen Sie den Wein etwas warm werden. Drehen Sie den Wein um Ihre Zunge und lassen Sie die Aromen in Ihre Nasenhöhlen aufsteigen. An der Zungenspitze spüren Sie die Süsse, auf den Seiten die Säure und unter der Zunge die Bitterkeit bzw. die Herbheit.
Konzentrieren Sie sich auf den Gesamteindruck, ob die Säure, die Gerbstoffe oder der Alkohol nicht das Geschmacksgleichgewicht stören. Lassen Sie sich Zeit und beobachten Sie, wie lange und wie intensiv der Weingeschmack im Gaumen bleibt.  Der Geschmacksausklang unterscheidet sich natürlich je nach Weinsorte. Ein leichter junger Weisswein hat einen anderen Geschmacksausdruck wie ein schwerer älterer Rotwein aus dem Barrique. Wichtig ist die Harmonie, die Reinheit und der Ausdruck. 

Diese Website benutzt Cookies. Mehr Infos

Benutzername